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German TT Schleiz 2011

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So, dann werde ich auch mal meinen Kommentar zu meinem ersten Rennen abgeben, nun bin ich ja keine Jungfrau mehr. Ich bin froh, dass Steffen und Sven mich beim Schlitzohrtreffen bei Wilhelm dazu überreden konnten, an der Rennserie teilzunehmen! Gesagt, getan. Im Winter wurde aus einem V11-Bausatz eine Rennmaschine zusammengesteckt. Pünktlich zum STC war die Maschine fertig, so dass ich meine ersten Testfahrten machen konnte. Nach langen Jahren der Abstinenz des solofahrens klappte es tatsächlich noch ohne Stützrad!

Mittwoch Abend wurden der Anhänger und das Auto beladen. Donnerstag morgen ging es dann mit gemischten Gefühlen (nix vergessen? Ersatzteile? bleibt das Motorrad heile und ich auch? etc.) Richtung Schleiz gestartet. Am späten Nachmittag trafen wir dann im Fahrerlager ein, wo wir dank Frank´s Fahnenmast mit Moto Guzzi Flagge, direkt die anderen auf dem Platz fanden.Übrigens eine super Idee mit der Flagge!!!

Motorrad abgeladen, mehrfach zur Anmeldung gedackelt um nach langer Wartezeit endlich den Transponder ausgehändigt zu bekommen, danach zur technischen Abnahme, wo mein gut gefüllter vorderer Bremsflüssigkeitsbehälter bemängelt wurde (hab´s mal wieder zu gut gemeint). Ein bischen Bremsflüssigkeit entnommen und dann bei einem Bierchen den Abend ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen gerade noch pünklich zur Fahrerbesprechung eingetroffen.
Danach war es auch nicht mehr lang bis zur ersten Qualifikation. Ich hab mich einfach hinter den anderen Mitstreitern eingereiht, denn die wissen ja, wo es lang geht. Abgesprochen war, dass ich hinter Frank herfahre und Sven hinter Steffen, da Frank und Steffen ja die Strecke schon kannten.
Aber rubbeldiekatz kamen die Jungs schon rechts und links an mir vorbeigeflogen, so dass ich schon nach der 2. Kurve den Anschluß an Frank verloren hatte. Aber macht ja nichts, die anderen kennen den Weg ja auch. Also einfach hinterhergebrettert und so eine Runde nach der anderen absolviert.
Und Runde für Runde klappte es besser. Kurz vor Ende des Turns hatte ich Frank dann auch schon wieder in Sichtweite. Puh, war das aufregend!

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Dann kurz vor Mittag ging´s raus zur 2. Qualifikation. Das klappte schon wesentlich besser und auch die Rundenzeiten wurden besser. Vor einigen Stellen hatte ich noch ziemliche Manschetten und tat mich schwer, dort das Gas stehen zu lassen.

Nachmittags absolvierten wir dann die 3. Qualifikation und weil sich Frank und Sven zurückhielten , schaffte ich es bis auf Startplatz 32.

Am späten Nachmittag war es dann soweit: mein erstes Rennen!! Ui ui ui, war das spannend. Der Mann mit der Flagge geht von der Strecke, die Startampel geht auf Rot, die Motoren heulen auf, alle sitzen angespannt auf den Mopeds – wie die Raubkatzen, vor dem Sprung, um sich die Beute zu erhaschen – die Startampel geht aus (ja…… nix grün, geht einfach nur aus…) und schon donnert das Feld los. Etwas übermotiviert, lass ich die Kupplung etwas zügig kommen und reiß den Gashahn richtig auf, und schwupps, geht mein Vorderrad in die Luft (Schreck laß nach). Nachdem ich mich von dem Schreck erholt habe, habe ich das Gefühl, alle sind an mir vorbei gefahren. Frank, der in der Startaufstellung hinter mir war, war plötzlich vor mir und so eine dicke „Preßwurst“ mir seinem 4-Zylinder hatte sich in der Kurve auch noch vor mich gedrängelt. Ich brauchte doch einige Runden, bis ich an dem wieder vorbei war. Bis zum Ende des Rennens konnte ich noch einige Plätze gut machen und kam im Endergebnis auf Platz 17, direkt hinter Steffen. Im Gegensatz zu den anderen dreien, war ich sehr zufrieden mit meinem Ergebnis.
Samstag morgen gab es noch einmal ein Warmup, in dem ich meine Bestzeit vom Vortag leider nicht mehr unterbieten konnte. Beim Rennen 2, was sich, was Frank schon beschrieben hatten, verzögerte, klappte der Start dank des Tipps von Frank schon wesentlich besser und ich konnte meinen Platz hinter Steffen verteidigen. Somit war es ein super Wochenende mit super viel Spaß, super netten Leuten, super Wetter und riesigem Fahrspaß.

Noch mal vielen Dank an alle für das tolle Wochenende und für die vielen Tipps und Ratschläge, die ich vorab und während des Wochenendes von allen Beteiligten erhalten habe.

Und wir fiebern schon dem nächsten Termin in Oschersleben entgegen und warten auf den Angriff des Imperiums (..wenn es ohne Sturz aus dem Fahrerlager kommt.

Glückwunsch an Sascha, der trotz seiner Schmerzen top Plätze belegen konnte!!

Mehr Fotos gibt es auf der nächsten Seite zu sehen!

Kategorie Rennen